Ein neuer Anfang - Die kindliche Königin

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Vilya
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Ein neuer Anfang - Die kindliche Königin

Beitragvon Vilya » 17.04.2007, 19:45

Die kindliche Königin


Das hechelnde Kläffen der Worgwelpen schien sich zu entfernen. Auch die Rufe ihrer Herren wurden leiser und dumpfer. Die Amazone kauerte sich dennoch tiefer in den von Farn bewachsenen Holzscheit. Ihre Rüstung war völlig zerschunden und verbeult. Ein stechender Schmerz quälte sie und ihr war kalt. So kalt, das sie das warme Blut am Bauch spürte. Allein die Vögel zwitscherten friedlich im ruhiger werdenden dunklen Wald. Die Nacht war schon lange hereingebrochen und sie war müde. Schlafen, einfach schlafen. Nur noch das wollte sie jetzt. Ihr wurde schwarz vor Augen und es wurde still.

Geschäftig wuselten drei 3 Zwerge um das jung wirkende Mädchen herum. Sie hatten sie mitten in ihrer Hütte aufgebahrt, auf einem großen Holztisch. Es war der einzige Ort in ihrem kleinem Heim, wo sie überhaupt genug Platz hatten.
„Wird sie sterben?“ Der kleinste der Dreien schaute den alten Zwerg fragend an. Dieser zwirbelte in seinem langen weißen Bart. „Was?“ Er ließ seine Blicke von dem Mädchen und schaute zu dem Kleinen. „Ich denke nicht, sie wirkt zwar schwach, aber kommt doch mal her.“ Er deutete den beiden, zu ihm zu kommen. „Spürt ihr das auch?“ Er hielt seine fleischige Hand über das Mädchen. „Es ist wie Magie“. Die Zwei taten es ihm gleich. „Ich spüre es auch“. Eifrig wippte der Kleine mit seiner Hand. „Unglaublich“. Der Dicke, der bis dahin nichts gesagt hatte, streckte beide Arme aus und lief das Mädchen wie ein Schlafwandler auf und ab. „Hier hört es auf, hier, hier“. Dabei stolperte er über einen Stuhl und landete im Kamin. „Aua“. Er rieb sich den Kopf. Der Weißbärtige fluchte etwas von Trottel und Aufpassen und wandte sich wieder dem Mädchen zu. Leise flüsterte er: „Sie darf einfach nicht sterben“.

„Diese verfluchte Zwergenhütte muß hier irgendwo sein“. Adele ritt ungeduldig voraus. Nach stundenlangem Suchen deutete Pelagial zu einem schwachen Licht im Süden des tiefen Waldes. „Da ist etwas“. Die drei Amazonen scheuten ihre Pferde und ritten auf das Licht zu. Immer näher kommend erkannten sie eine von Moos bewachsene kleine Holzhütte. „Das muß sie sein“. Adele stieg von ihrem Pferd und lief den Hof ab. „Oh man, hier können auch nur Zwerge wohnen“. Sie schaute sich angewidert um. Als Vilya und Pelagial ankamen, trat ein alt wirkender weißbärtiger Zwerg mit einer großen Donneraxt aus der Tür. „Was wollt ihr Weiber hier?“
„Gemach gemach, Zwerg, wir hörten von einem Mädchen, das ihr gefunden habt, es ist unsere Schwester. Das ist doch hier, oder?“ Pelagial schaute den Zwerg fragend an, welcher die drei mürrisch musterte. „Das ist eure Schwester?“ Er deutete, einzutreten. Die drei Amazonen traten durch die Tür, wobei Adele und Pelagial fast kriechen mussten. Die Stube war wohlig warm und mittendrin aufgebahrt entdeckte Adele sofort ihre Schwester Meike.

Zaghaft trat sie auf sie zu. „Ist sie tot?“ Sie blickte kurz zu den Zwergen die sich in einer Reihe aufgereiht hatten und schüchtern die drei Frauen betrachteten. Adele wartete nicht auf die Antwort und prüfte den Herzschlag. „ Es schlägt.“ Sie drehte sich zu ihren Schwestern, die erleichtert wirkten. „Wer ist sie denn?“ Der Weißbärtige schaute fragend. „Das geht dich nichts an, Zwerg“, fauchte Adele, „geht bitte raus, wir wollen einen Moment mit ihr alleine sein.“ Die zwei kleineren Zwerge schauten den Alten mit offenen Mund an, doch dieser deutete, zu gehen. Als die drei Schwestern alleine waren zeterte Adele los, „Nach so vielen Jahren sehe ich sie nun wieder, das Miststück“. Die anderen Zwei schauten entsetzt. „Adele, es ist deine Schwester.“ Von diesem Einwand unbeeindruckt wetterte sie weiter. „Alle beachteten immer nur sie, die Schwache, Zarte, nur wegem ihrem engelsgleichem Getue. Und was war mit mir? Ich habe jede Schlacht mitgenommen, keinen Krieg gescheut, während sie immer nur…ach, was red ich.“ Adele schaute zu ihrer Schwester. Pelagial trat zu Meike, welche friedlich zu schlafen schien. „Spürt ihr das auch? Den Frieden, die Wärme, die sie austrahlt?“ Adele rollte die Augen. „Nehmt ihr sie mit, ich gehe Orkse richten.“ Drehte sich weg und verließ fluchend die Hütte.

Pelagial betrachtete Meike weiter. „Diese Ausstrahlung, vielleicht könnte sie….vielleicht brauchen wir in dieser Zeit, wo unsere verzankten Schwestern überall in der Welt verstreut sind, jemand wie sie, der Friede und Wärme ausstrahlt um unseren Stamm wieder zu Einen. Für eine neue Ära der Blutamazonen. Damit wir wieder stark und schlagkräftig werden gegen die wilder werdende Horde und das siechende Männertum. Eine kindliche Königin für einen mächtigen Stamm.“

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Beitragvon Vilya » 05.06.2007, 11:24

Der Originalbeitrag befindet sich im offiziellen KdV-Forum ...
weil Blizzard aber alte Beiträge löscht hier die Antworten (erstmal lieblos per copy&paste, aber vielleicht komme ich noch zu ein wenig feinarbeit die nächsten Tage)

Laures

"Laures stand angelehnt an die Wand in Unterstadt. Er schaute an allem vorbei und durch alles hindurch als ihn ein zupfen an der Robe aus seinen Gedanken hollte.
Als er herunter schaute, sah er einen Goblin der die Hand rausstreckte. Er kannte ihn. Der Informant der Familie."
Rede "knurrte er"
"Der Goblin errinerte mehr an den Wichtel als an einen des Kartels. Hüpfend voll Vorfreude auf das Gold sprach er dennoch leise" Ich sah sie.. ich sah ihr Wappenrock und ich hörte sie.. sie sind wieder am sammeln! Die Blutamazonen. "Laures öffnete die Hand und ein paar Münzen vielen zu Boden, die der Goblin rasch einsammelte und verschwand"
Währt ihr nur verschollen geblieben. Denn nun werdet ihr sterben. Langsam und grausam.
"sprach der Untote mit kälte in der Stimme"

schudack

*hört im Vorbeigehen das Gespräch zwischen dem Untoten und dem Goblin, bleibt kurz stehen, greift an seinen Waffenrock und sagt zu sich selbst*
"Es gibts sie also doch noch" und verschwindet zum Waffenhändler

riki

Die Namen Meike und Vilya dringen an Rikis Ohr
Hätte nicht gedacht, noch einmal diese Namen hören zu dürfen.
Längst vergessene Erinnerungen erwachen und das Herz der Kriegerin fängt schnell an zu schlagen, der Geruch von frisch vergossenem Blut steigt in ihre Nase auf.
Ob nocheinmal die glorreichen Tage der Amazonen aufblühen mögen?
Wenn meine Hände doch noch die alte Kraft hätten, um die Axt wie früher zu führen...
In Gedanken schwelgend blickt Riki auf eine Kiste mit dem rotgefärbten Wappenrock drinne

Liyara

*Liyara stand am Feuer in einer kleinen Hütte und schaute in die Flammen, ihr Augen glitzerten*
Wie können es diese jungen Hitzköpfe nur wagen, dass ganze ist nichts anderes als verrat. Sie schmücken sich mit einem Namen der gestorben ist vor langer Zeit das ist das respektloseste was seit langem passiert ist.
*nimmt ihren alten Wams in die Hand*
Wieso könnt ihr nicht die Vergangenheit ruhen lassen.
*Liyara wirft ihren alten Wams in das lodernde Feuer*
Vor euch habe ich keinen Respekt……

felore

Sie ließ ihren Blick über die Bucht schweifen, vieles hatte sich verändert seit sie wegegangen war. Mit einem Grinsen betrachtete die Elfe die vorrüberziehenden Schmutzreste an der Wasseroberfläche, Fischinerein, Stoffetzen und mitten unter den Ausscheidungen der Stadt ein aufgeblähtes grünes Etwas, die vor sich hin faulende Wasserleiche eines Goblins. Allerdings war es beim näheren hinschauen doch nur eine große Dreckblase welche kurz darauf mit einem feuchten schmatzen die Luft um sich herum mit einem zweifelhaften Duft pafümierte. Doch da schaute die Elfe bereits in eine andere Richtung, zu den knarrenden Planken über ihr um genau zu sein. Stellenweise verdeckte ein flanierendes Pärchen einige Sonnenstrahlen welche die modernden Planken pärforierten.

"Blutamazonen hm? Ja natürlich, als ob Dämonen, Untote und wütende Orks nicht schlimm genug wären, nun sind auch diese Nudelholzschwingenden Irren wieder da.", der korpulente Mann in der feinen Kleidung eines Sturmwindér Herren lachte über seinen eigenen Witz. Was für ein aufgeblasener Gimpel, Feloré seufzte und folgte den beiden ein Stockwerk tiefer. Seine Gefährtin, eine Menschenfrau in den besten Jahren grinste und pikte ihm mit einem Finger in den ansehnlichen Bauch. "Du hast ja nur Angst mein Guter. Wir werden an die Macht kommen und dann drehen wir den Spieß um". Die Frau feixte, gefolgt von höflichem, leisen Kichern, "ausserdem, sie sollen ja beträchtliche Schätze angehäuft haben. Wie wäre es Gemahl, deine Armeezeiten hast du zwar schon lange hinter dir aber wie wäre dich wenn du dich erneut verpflichtest? Als Kammerdiener ." Die Frau lachte, diesmal nicht mehr so höflich was von einem lauten grummeln ihres Gefährten quitiert wurde der bereits zu einem Konter ansetzte. Doch Feloré war schon ausser Hörweite. Sie beschäftigten andere Gedanken, zum Beispiel das wohlige Gefühl in der Magengrube beim Gedanken an einen Berg von Männern oder sonstwelchen armen Schweinen gestohlenes Gold. Nachdenklich leckte die Elfe sich über die Lippen während sie eine Planke hinauf ins Sonnenlicht schländerte, vorbei an der alten hafnerei in Richtung Taverne. Es war schwer klare Gedanken zu fassen wenn rechts und links kleine grüne Gestalten ihre Waren anpriesen, aber der Fischmarkt war nuneinmal der schnellste Weg. Feloré versuchte sich zue rinnern was sie in den letzten Tagen aufschnappen konnte und die wichtigen Informationen herauszufiltern. Wie es aussah hatten die Amazonen doch tatsächlich irgendein kleines Gör auf ihren Thron gesetzt. Klar, dieser Thron war genauso wertlos wie der, der darauf saß aber das war im Moment nicht von Belang. Die Elfe musste grinsen und legte ein Stück Pergament auf den Briefkasten, kurz darauf kratzte eine schräg angeschnittene Feder über das grobe Papier.

Es war an der Zeit sich ein Stück vom Kuchen abzuschneiden.

Noraia

Feralas - grüne Hölle für die Einen, geliebte Heimat für die Anderen. Beides für eine Druidin die sich dort durchs Dickicht schlug, fernab der Aussenposten ihres Volkes. Sie jagte zwei Untote, war zwei Tage ihrer Spur gefolgt und hatte sie nun, endlich, eingeholt. Sich selbst eine Ruhepause gewährend nach der Jagd beschlich sie die beiden zuerst einmal. Erfreut stellte sie fest das die beiden in der Zunge der Menschen miteinander sprachen.

"Wie nett..wer weiß was die beiden hier verloren haben.." dachte sie bei sich. Kurzentschlossen began sie die beiden zu umrunden,neugierig lauschend.

Die beiden Untoten stellten sich als etwas dar, was ehemals eine Frau mittleren alters und ein junger Mann gewesen sein mochten. Aufgeregt sprach der junge Mann..
"Aber wenn ich sie doch GESEHEN habe! So glaub mir doch.."
Die Frau schüttelte amüsiert den Kopf.
"So legst Du mich nicht rein, Cerdic...eine Frau in einem Blutroten Wappenrock? Die gibt es nicht mehr..zum Glück." Sie rieb sich über die Stelle in ihrer linken Seite...dort wo die Axt einer solchen Frau vor langer Zeit ein so großes Stück herausgeschlagen hatte das sie buchstäblich ein neues hatte einnähen müssen.
Der junge Mann zischte missmutig und hob erneut an.
"Ich schwöre es Dir! Bei meinem Le..." Er unterbrach sich, kurz irritiert.
"Pass auf...kleiner..ich bin bereit Dir zu glauben das DU überzeugt bist eine gesehen zu haben. Du hast Recht - ich meine Ruhe, hm?"

Der offensichtliche Spott in ihrer Stimme machte den Mann noch wütender. Er blieb stehen und wandte sich der Frau zu.
Noraia hörte auf den beiden zuzuhören und überlegte kurz.

"Wäre es möglich? Der Knabe scheint es ja mächtig ernst zu nehmen...wie war das noch in den Schriften damals? Schwestern schwinden, manchmal ganze Stämme - aber der Geist, einmal geweckt ist nicht so leicht gebannt oder so ähnlich soweit ich mich erinnere.."

Sie beschloß sich demnächst davon zu überzeugen was da dran war.

"Aber zuerst..."

Ein leichtes zittern ging durch ihren Pantherleib als die Verwandlung begann.

"Hast Du das gehört?" gebot die Frau mit einer befehlsgewohnten Geste dem jüngeren. Dieser wiederum nickte nur knapp und spitze seinerseits die Ohren. Doch..da war etwas..ein leises Knirschen. Das allerdings beunruhigend wenig nach Holz klang. Es bedurfte des Alarms "Gestaltwandler" seiner Kameradin nicht damit er zur Waffe griff.
Verblüfft sahen sie eine unförmige Gestalt aus dem Unterholz brechen..Moonkin waren doch hier garnicht heimisch? Noch verblüffter waren sie als die große Eule begann auf recht unbeholfene Weise zu tanzen.
Am größten war ihre Verblüffung wohl als, die Ablenkung ausnutzend, drei bis gerade noch völlig harmlos in der Gegend herumstehende Bäume begannen herumzulaufen und wie wildgeworden auf die beiden einzuschlagen. Den Tanz unterbrechend riss die große Eule die Arme gen Himmel und rief mit krächziger Stimme die Kräfte des Sturms an ihre Gegner mit Blitzen niederzustrecken.

Das donnern verhallte nach einer Zeit im Wald.Ruhe kehrte wieder ein und lediglich die Rauchsäule die von dem Scheiterhaufen der Beiden aufstieg unterbach das übliche grün in grün des Blätterdachs als Noraia die Seelen der beiden von Gebeten begleitet ihrer Überzeugung nach zurück in den ewigen Kreislauf des Lebens sandte.

Während sie später in Richtung Federmondfeste unterwegs war gingen ihr die Worte "Blutroter Wams" nicht aus dem Kopf...sie musste sehen was daran war. Gab es sie nun oder nicht? Und welchen Pfad würden sie einschlagen wenn ja?

Catalina

Die Frau in ihrer Plattenrüstung bahnte sich einen Weg durch die Dämonenhorde vor ihr, der Nethersturm war eine unwirtliche Gegend, verseucht und verpestet mit den übelsten Schrecken der Scherbenwelt.
Leise murmelte sie kleine Gebete und heilige Pslame während ihr Klinge leuchtend durch die Teufel fuhr die sich ihr in den Weg stellten. Gekonnte blockte sie viele Hiebe der Bestien ab, um sie mit heiliger Vergeltung zu strafen. Ihre mächtige Richturteile schmetterten einen nach dem anderen nieder, sie zeigte keine Reue, keine Gnade als das besudelte Blut ihrer Gegner sie mehr und mehr bedeckte.

"Weiche!" schrei sie einem groteskem Monster entgegen, und kanalisierte ihre exozierende Macht durch ihren Schwertarm direkt in seine enstellte Fratze die wohl ein Gesicht war. Die Kreatur brüllte und schrie als sich seine finstere Existenz durch die heilig Magie aufzulösen begann. Catalina hielt nicht inne und setzte gleich mit der Kraft ihres heiligen Schocks nach der die Brust der Kreatur mit gleißendem Licht aufriss. Ein weiterer beherzter Schwung besiegelte das Schicksal der Kreratur. Einer Kreatur es waren noch soviele.

"Aîda!" schrie die Frau laut durch ihren Helm, weiterkämpfend und Gegner mit ihrem Schild zur Seite drückend, mit dem Schwert nach Links und Rechts kreisend, sich schnell eine Scheise bahnend.

"Hier drüben!" ertönte es kaum hörbar unter dem brüllen und schreien der Dämonen. Catalina orientierte sich neu, den Ursprung des Schreis folgend, kurz bevor sie ein mächtiger Schlag traf und in die Knie zwang. Catalina stöhnte vor Schmerz, aber zum Glück hatte ihre Rüstung das meiste aufgefangen, was es ihr erlaubte dem nächsten Schlag auszuweichen und den Arm der Kreatur mit einem eleganten Schwung zu amputieren.

Immer noch leicht benommen stand sie auf und spürte etwas in ihrem Rücken.

"Hier bin ich, bei dir." sagte Aîda die sich mit ihrem Rücken an Catalinas lehnte. Die zwei Frauen lächelten unter ihren Helmen.

"Bist du bereit?", fragte Catalina ihre Liebste, die nur mit einem "Sicher." antwortete.

Es vergingen einige Minuten, in denen der Schlachtlärm tobte und mehr und mehr Blut den nethergetränkten Boden benetzte. Relative Stille legte sich auf den Ort des Schlachtens.

"Hast du den Brief von Pelagial dabei?", fragte Catalina und Aîda nickte.
"Es ist also wirklich wahr, es wurde auch langsam Zeit dafür." sprach Catalina zu Aîda, "...komm es gibt viel zu bereden und noch mehr zu tun für uns."

Die beiden pfiffen in den Himmel und ließen ihre Greifen aus dem Himmel zu ihnen hinabstoßen.

"Genug Spass für heute, auf in der Schergrat, Pelagial wartet sicher schon.", kichernd und sich über den Kampf austauschend bestiegen sie ihre Greifen, und stießen wieder vom Boden in den von Blitzendurchzuckten Himmel empor Richtung Schergrat.


Varjo

Die Vögel zwitscherten, ein lauer Frühlingswind brachte das Blätterwerk des Eschenhains zum Rascheln.
Eine alte Orkfrau zusammen mit einem jungen Kräftigen Orkmann und einer jungen, wohl eben erst zur Frau gereiften Orkin durchstreiften den Wald auf der Suche nach Kräutern.
Unverständliches, sabberndes Gebrabbel von sich geben deutete die Alte plötzlich auf eine Blume, welche in prächtigem Violett nah des Stammes eines Ehrwürdigen alten Baumes wuchs. Die junge Orkfrau erwiederte das Gebrabbel und lief freudig auf die Pflanze zu und machte sich daran sie vorsichtig auzurupfen. Die alte lief an ihre Seite und hielt ihre Hand fest, belehrendes Gesabbel brabbelnd, um ihre Hand zu führen. Der Orkmann stand einige Meter weiter weg, offensichtlich weniger passioniert.

Die Augen der Alten leuchteten als sie die gepflückte Pracht hoch hielt. Das Blätterwerk des Baumes raschelte, dann schepperte es kurz hinter ihnen. Genervt drehte sich die Orkfrau um, um dem tollpatschigen Orkmann eine standpauke zu halten. Was sie sah, trieb ihr alle Farbe aus dem grünen Gesicht.
Dort, wo eben noch der Orkmann gestanden hatte, kniete nun eine völlig in Schwarz und Rot gehüllte Nachtelfe. Der Blutrote Umhang bedeckte einen Großteil des orkischen Leichnams unter sich. Einen Dolch hielt sie in ihrer Linken, den anderen zog sie mit einem Ruck aus dem Rücken des Orks.
Die Alte stellte sich sofort schützend vor die junge Orkfrau. In ihren Augen spiegelte sich Angst und Verzweiflung. Die Augen der Elfe waren nicht zu sehen unter der schwarzen Kapuze, die sie trug. Nur ein leicht Punkt schimmerte unter der Makse hervor. Anscheinend hatte die Elfe nur ein Auge.
Langsam erhob sich die Elfe und ging auf die Alte zu. Diese hob entschieden ihr Leben für das Mädchen hinter ihr zu opfern den Stab und bedeutete der Jungen zu laufen.
Als die Elfe das sah schoss sie einer Wildkatze gleich nach vorne und schlug der Alten, ihre Dolche in Brust und Hals. Die Junge war inzwischen zwanzig Schritt weit gekommen. Die Elfe schnaubte, zog eine Wurfaxt aus ihrem Gürtel und schleuderte sie in Richtung der Orkin. Die Wurfaxt bohrte sich in ihre rechte Schulter. Die Orkfrau ging schreiend zu Boden, versuchte sich jedoch wieder aufzurappeln. Doch da war schon die Elfe über ihr. Einer unbarmherzigen, schrecklichen Dämonin gleich, die sich am Leiden ihrer Opfer weidet. Zu mindest dachte das die Orkin, das Gesicht der Elfe war immer noch nicht zu sehen.
Erbarmungslos fuhr der Fuß der Elfe nach unten und presste die Orkfrau zurück in den Dreck. Die Orkfrau begann leise zu weinen und zu wimmern. Schon im nächsten Moment wurde sie hochgerissen und auf die Beine gezogen. Kraftlos, den Kampf längst aufgegeben lies sich dor Orkfrau von der Elfe an einen Baum bugsieren.
Unsanft zwang die Elfe die Junge zu der leiche der Alten und des Kriegers zu sehen. Tränen quollen aus den Augen der Orkin. Nun sah die Elfe die Orkin an, packte diese am Genick und stieß sie etwas von sich weg. Die Orkin stand kraftlos da, bereit alles über sich ergehen zu lassen. Dann traf sie ein tritt in die Kniekehle. Unter tränen jammernd fiehl sie auf die Knie. Unverständliches Gebrabbel kam aus ihrem Mund...wahrscheinlich flehte sie ihre Götter um Beistand an...
Einer Hinrichtung gleich fuhren die Dolche der Elfe herab und durchstießen die Nackenwirbel der Orkfrau.

Rutiniert durchsuchte die Elfe, Varjo genannt, den Leichnam der alte und des kriegers. Dort fand sie einen Zettel, offensichtlich von einem Goblin zugestellt, den die Sprache schien ihr die der Goblins zu sein.
Ihre Kenntnisse in dieser fremden Zunge waren nicht groß, reichten jedoch um zu verstehen, dass es um eine Wiedergeburt der Blutamazonen handelte.

"Blutamazonen..." murmelte die Elfe. "Das sollte der Herrin Linjatra und Lord Rebiros nicht verheimlicht werden..."


Azalea

Berphomet knurrte leise als Azalea ihn zum anhalten Zwang. Beruhigend strich die Elfe ihrem begleiter über den Kopf und kraulte ihm hinter dem Rechten Ohr, wechles kurz darauf zuckte.
Anderst als gewohnt, war die Elfe nicht in feine Roben gekleidet - im Gegenteil: Eine knapp geschnittete, in einem Dunkelrot schimmernde Plattenrüstung bedeckte ihren Oberleib. Schütze jedoch nicht den schlanken, freiliegenden Bauch. Die Beine waren ebenfalls weitaus weniger mit dem Schützendem Metall bedeckt, als es bei Kriegern der Fall sein sollte - bot jedoch weit aus mehr beweglichkeit.
Azalea war jedoch keine 'gewöhnliche' Kriegerin. Die Lehren der Elune waren ein Segen und ihre Tugend, doch Azalea gefiel es nie sonderlich, stets 'beschützt' werden zu müssen in Schlachten, die ihre ehemaligen Schwestern fochten. Sie konnte viel hilfreicher sein, wenn sie beides verknüpfen konnte. So entschloss sie sich den Weg des Schwertes zu erlenen. Sie erinnerte sich noch sehr gut an ihre ersten Übungsstunden mit den Schweren Rüstungen und den schier unmöglich zu handhabenen Zweihandschwerten. Ihre Muskeln protestieren jeden Tag aufs neuste und flehten um Ruhe - Ruhe die sich die Elfe niemals gegönnt hatte.
Bertachtet man sich jetzt jedoch die aufrecht sitzende Nachtelfe, mit ihrer kurz geschnitteten Rüstung und dem scharfen Zweihandschwert das ihr über den Rücken hängt, ist kein Vergleich zu der unbeholfen Frau von damals zu sehen.
Doch mittlerweile war dies Nutzlos. Es hab niemanden mehr mit dem sie zusammen an der Front kämpfen konnte. Sie war eine der letzten Blutamazonen die überhaupt noch lebten oder nicht von der verderbten Flüssigkeit mit dem Namen 'Schattenblut' korrumpiert war.
"Eine der letzten...!" murmelte sie in die Stille des Waldes hinein. Sie wusste das es noch einige auf Amazonen unter dem Banner gab. Doch waren sie nie da gewesen oder hatten eine Nachricht hinterlassen. Daher kam der Kriegerpriesterin der Gedanke, die letzte zu sein.
Den neusten Meldungen jedoch, schien sich etwas zu bewegen. Mehrere berichte von Frauen in Roten Wappenröcken kamen ihr zu Ohren. Auch kamen ihr die Beschreibungen der Personen sehr bekannt vor, so das unwillkürlich alte, fast vergessene Gesichter ihr Gedächtnis durchfluteten.
"Warum... suchen sie dann nicht nach mir...?" Verstört blickte die Elfe an sich hinab. Vielleicht wollte sie niemand mehr, brauchte sie niemand mehr. Sie zupfte leicht an den Zügeln, und ihr Nachtsäbler bewegte sich lautlos durch den Wald.
"Ich werde nicht gebraucht....!" murmelte sie in die Stille des Waldes hinein.

Aida

Die Nacht war schon lange hereingebrochen ... süße Stunden der Zweisamkeit waren vorangegangen.... nun herrschte Stille. Stille? Das leise Atmen der schlafenden Liebsten hallt in Aida´s Ohr.. sie muss lächeln. Doch auch Catalina scheint nichtz so ruhig zu schlafen ... hier und da wälzt sie sich.. die Bettecke rutscht von ihr und das fale Mondlich taucht ihren Rücken in ein dunkelblaues Schattenspiel. Aida greift zur Decke und legt sie wieder bis über die Schultern der geliebten Paladina. Dann wendet sie den Blick nachdenklich gerade aus, starrt einen Punkt an der Wand an... schweigt.

Catalina´s Hand legt sich auf die rechte Schulter Aida´s ... diese wendet den Kopf leicht seitlich, das Gehör zu Cati drehend. "Du schläfst ja garnicht Aida.." "Nein ... ich kann irgendwie nicht... obgleich ich erschöpft bin..", antwortet sie mit einem bestimmten Grinsen. Dann fährt sie fort: "Ich musste irgendwie an meine Familie denken... meine Schwester. Dann an das was hinter uns liegt... und dann das was vor uns liegt... vielleicht...." - sie beendet ihren Satz nicht, doch Catalina führt ihn einige Momente später weiter...."Vielleicht solltest du deine Familie endlich besuchen... "

"Ja ... vielleicht..."

"Doch Liebste... tu es... und wenn du zurückbist... wird alles vorbereitet sein.

"Vorbereitet?"

"Ja.. bei den Schwestern ...."

Aida nickte und legt sich dann wieder unter die Decke zurück. Spührt die warme Haut der Liebsten und schläft dann erschöpft ein....


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